Marktplatzumbau – eine Beschwerde

Die Koordinierungskonferenz Steilshoop schreibt an den Leiter des Bezirksamtes Wandsbek:

Sehr geehrter Herr Ritzenhoff,

die Koordinierungskonferenz Steilshoop empfindet die Organisation und die Koordination der Baumaßnahmen im Zentrum des Stadtteils als eine große Belastung sowohl für die Bewohnerinnen und Bewohner als auch für die Gewerbetreibenden im und um das Einkaufszentrum. Wir teilen auch nicht die Ansicht, dass für die „querenden Passanten … keine Gefahrensituationen entstehen“, wie es in der Antwort der Verwaltung auf eine diese Thematik ansprechende Anfrage der Bezirksfraktion der LINKEN zu lesen ist (20-4961).

Problematisch sind vor allem die Übergänge im Bereich der Fehlinghöhe sowie im östlichen und westlichen Teil des Schreyerrings, welche immer wieder von großen Fahrzeugen der Baufirmen mit einem bemerkenswerten Tempo durchfahren werden – und das, obwohl die Sicht der Fahrzeugführer aufgrund der Konstruktion der Maschinen (Radlader, Gabelstapler) stark eingeschränkt ist. Wir gehen zwar davon aus, dass eine Verpflichtung der Baufirma besteht, die „entsprechenden Vorschriften und Richtlinien für die Baustellenabsicherung einzuhalten“ (ebd.), allerdings scheint wohl selten oder nie eine dahingehende Kontrolle stattzufinden. Weiterlesen

Gegen die Natur ist kein Kraut gewachsen…

…wie dieses Foto deutlich beweist.

Ende September 2017

Sie, die Natur, ist die letzte Bastion des Widerstandes gegen die schlampige Baudurchführung einer Vonovia, indem sie schamvoll ein grünes Kleid über seit mindestens einem halben Jahr nicht entfernten Müll einer Fensterbaufirma ausbreitet. Sie erobert den durch den Dax-Konzern okkupierten öffentlichen Raum zurück – und als Steilshooper kann ich sie nur inständig bitten, mit ihrem wohltätigen Werk fortzufahren.

Allerdings beschleicht mich immer wieder die bange Frage, ob selbst eine Macht wie die Natur nicht hilflos sein könnte gegen einen Konzern mit einem Börsenwert von rund 15 Milliarden Euro. Braucht sie nicht vielleicht etwas Hilfe in ihrem durch und durch gerechten Kampf gegen die Bochumer Finsterlinge? In wenigen Tagen beginnt die kalte Jahreszeit, wo selbst die Natur anfängt, ein wenig zu schwächeln.

Selbstverständlich arbeiten auch Krähen und Ratten den Winter durch, um die Müllberge der Vonovia zu minimieren, aber was schaffen so kleine Tierchen schon?

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All you need is love!

Besuch aus dem tiefen Süden lohnt sich! Wann käme sonst ein Steilshooper auf die Idee, eine Hafenrundfahrt zu machen? Und hätte ich nicht am vergangenen Wochenende eine Hafenrundfahrt gemacht, so wäre mir eine der größten Sensationen der Weltgeschichte seit der Bekehrung der Maria Magdalena entgangen.

Ihr wurden weiland sieben Dämonen ausgetrieben (Lk. 8,2), aber für das, was ich am Hafen gesehen habe, musste wohl schon ein ganzes höllisches Heer in die Flucht geschlagen worden sein. Die Hamburger Traditionswerft Blohm & Voss leistet öffentlich und mit riesigen Transparenten Abbitte für ihre doch schweren Sünden der vergangenen 120 Jahre. Weiterlesen

Manche suchen nach einem schönen Ort …

„Manche suchen nach einem schönen Ort, andere machen einen Ort schön“
Hazrat Inayat Khan

Wundersamen Dingen kam man zur Zeit im Einkaufszentrum Steilshoop beiwohnen. Die Künstlerin Mariana Fernandes Martins nutzt einen leerstehenden Laden als offenes Atelier. Dort malt sie Meereslandschaften, Küsten, Strände, einsame Wanderer und Segelschiffe. Kleinformatige Aquarelle und große Panoramalandschaften entstehen, während man der Malerin bei der Gestaltung zusehen kann. Der Laden mit Meeresblick ist dort im Moment die Attraktion. Neugierige Besucher geben sich die Klinke in die Hand. Hobbykünstler fachsimpeln, Kindergartenkinder dürfen mal genauer untersuchen, Passanten fragen nach Preisen. Der Laden sticht heraus, allein schon durch die puristische Schönheit, nur Bilder und Blumensträuße sind zugelassen. Vorherrschende Farbe ist blau in allen Schattierungen. Die meist gestellte Frage ist suggestiv: „Sie bleiben doch hoffentlich länger hier?“ Mit Kunst kann man bekanntlich die totesten Ecken wiederbeleben. Kunst ist der Sympathiefaktor im urbanen Leben und Kunst ist bislang der Gentrifizierungs-Indikator für alles, was eine Zukunft haben soll. Weiterlesen

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