Im Salon: Mein Lieblingsbild

Liebe Steilshooperinnen und Steilshooper, liebe Freundinnen und Freunde des Salon de Steils,

Mitmachveranstaltungen haben im JETZT Tradition – und eigentlich auch immer viel Spaß gemacht.

Nachdem wir uns bisher überwiegend der Literatur gewidmet haben, steht nun die bildende Kunst auf dem Programm.

Jeder darf sein Lieblingsbild vorstellen und sollte dabei den anderen erzählen, warum er gerade das Werk so toll findet.

Erlaubt ist alles, was man irgendwie als Bild bezeichnen kann. Die Malereien aus Altamira und Lascaux sind ebenso willkommen wie die des „Kapitalistischen Realismus“ (und alle anderen, welche dazwischen liegen).

Natürlich kann man auch sein Lieblingsbild mitbringen. Wenn es sich aber zufällig um Rembrandts „Nachtwache“ oder Leonardos „Mona Lisa“ handelt, dürfte das nicht ganz einfach sein. Dann empfiehlt es sich, eine Abbildung entweder auf einen USB-Stick zu ziehen und ihn am Abend mitzubringen oder einige Tage vorher als Anhang einer Mail an  m.kersting@alraune-hamburg.de zu senden.

Solidarität macht Mut. Ausstellungseröffnung

Liebe Steilshooperinnen und Steilshooper, liebe Freundinnen und Freunde des JETZT,

am 11. September 1973 musste die geschockte Welt erleben, mit welcher Brutalität die Herrschenden ihren Anspruch auf die Gestaltung unseres Planeten verteidigen.

Mit Hife des amerikanischen Geheindienstes CIA putschte sich der chilenische General Augusto Pinochet an die Macht, nachdem der demokratisch gewählte Präsident Salvador Allende wichtige Schlüsselindustrieen des Landes verstaatlicht hatte.

Tausende seiner Landsleute wurden ermordet oder gelangten in die Konzentrationslager der Militärjunta.

In der ganzen Welt bildeten sich sofort Solidaritätskomitees mit dem chilenischen Volk, welche einerseits versuchten, den Opfern der Diktatur humanitäre Unterstützung zukommen zu lassen, andererseits den internationalen Widerstand gegen das Militärregime organisierten.

Die Ausstellung mit Fotografien von Michael Meyborg zeigt Bilder aus der Hamburger Anti-Pinochet-Bewegung, die sicher auch heute noch ihre Bedeutung haben.

Venceremos!

Marin Kersting

Im Salon: Make love not war

Ich möchte über ein in der Renaissance und im Barock beliebtes Bildmotiv sprechen: Mars und Venus, wobei der Kriegsgott meist schlafend dargestellt wird und Putten, Eroten oder Satyrkinder seine Waffen und Rüstung als Spielzeug missbrauchen.

Den meisten von uns erscheinen diese Szenen äußerst sympathisch. Was gibt es Besseres als den grimmigen Gott des Krieges durch die Liebe außer Gefecht zu setzen?

Allerdings habe ich erhebliche Zweifel, ob diese Interpretation von Künstlern aus dem Florenz der Medici wie Sandro Botticelli oder Piero di Cosimo, einem Amsterdamer Bürger des „golden euw“ wie Ferdinand Bol geteilt worden wäre. Wollen Sie nicht vielleicht eher vor dem dem durch die Liebe vor allem dem Manne drohenden Kontrollverlust warnen? Vor allem Botticelli und Piero di Cosimo haben eine Reihe von dahingehenden Hinweisen in ihren Bildern untergebracht.

Wenn die Bilder auch vor rund 500 Jahren keineswegs so gemeint waren, so dürfen wir sie heute durchaus unter das alte Hippie-Motto setzen: Make love, not War!

Martin Kersting

Finissage: Tequila-Arts!

Liebe Steilshooperinnen und Steilshooper, liebe Freundinnen und Freunde des JETZT,

zur Finissage der Ausstellung Tequila-Arts! von Karen Gerstandt laden wir ganz herzlich ein.

Ich gehe davon aus, dass wir auch dieses Mal ein Fläschchen von dem Saft der Agave finden werden.

Dr. Martin Kersting

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