„Wir verlieren sehr viel …

… und gewinnen sehr wenig.“ So die Feststellung Martin von der Mühlens zum Abriss des Bildungszentrums in dem beachtenswerten Bildbändchen Baustelle betreten!, welches pünktlich zur Grundsteinlegung des Schulneubaus der Steilshooper Öffentlichkeit vorgestellt werden konnte. Man darf sicher sein, dass von der Mühlen weiß, wovon er spricht. Kaum einer kennt den Komplex des in den letzten Zügen liegenden Bildungszentrums besser als er. Seit einem Vierteljahrhundert als Lehrer in Steilshoop tätig musste er den Untergang der vormaligen Gesamtschule miterleben und war maßgeblich am Aufbau der Schule am See beteiligt.

Das Buch hat nicht die Absicht eine Dokumentation des Abrisses zu sein, sondern gibt mit den Mitteln der Fotografie, der Zeichnung und des Films die Assoziationen und Gefühle wieder, welche die Schülerinnen und Schüler im Winter 2017 hatten, als der Bauteil II des Bildungszentrums dem Erdboden gleich gemacht wurde. Weiterlesen

Salon de Steils – Das verflixte siebte Jahr ist geschafft!

Wenn es hochkommst, sind es einhundertfünfzig (von rund 15.000) Steilshooperinnen und Steilshoopern, welche bisher den Salon de Steils im JETZT wahrgenommen haben. Würden wir irgendwelche öffentlichen Förderungsgelder bekommen, dann müssten wir wohl bei den in diesem Fall regelmäßig stattfindenden Evaluationen so richtig ins Zittern kommen. Es hat seit 2011 weit über siebzig Vorträge zu kulturhistorischen Themen gegeben – und dann nur einhundertfünfzig Teilnehmer! Da die Kulturförderbürokraten in der Lage sind, den Wert von Veranstaltungen in Volt, Watt, Becquerel, Kilogramm, Bar, Metern, Hektolitern oder Bildungspunkten zu bemessen, wären wir wohl eine Marginalie, die man komplett ignorieren könnte und der man auch die Fördergelder streichen würde.

Man könnte dem natürlich entgegen halten, dass auch ein Hektoliter Erbsensuppe nur wenige Gramm Salz benötige, um schmackhaft zu werden, und dass ein Kilogramm Trüffel etwas anderes sei als ein Kilogramm Zuchtchampignons – und ein Vortrag über ein Thema aus dem Bereich der mittelalterlichen Literatur anders eingeschätzt werden müsse als ein Konzert von Helene Fischer.

Gott sei Dank brauchen wir uns nicht mit derartigen Absurditäten aufhalten. Da wir ausschließlich von dem Idealismus unserer Referentinnen und Referenten leben, die sich in ihrer freien Zeit hin setzen, um den Steilshooperinnen und Steilshoopern ein Bildungserlebnis zu bescheren, können uns jene einmal das, was auch der Bischof von Bamberg dem Götz von Berlichingen konnte.

Unabhängig jedoch, ob es öffentliche Mittel gibt oder nicht, wird es nach sieben Jahren mehr als Zeit, einmal kritisch Bilanz zu ziehen. Haben wir unsere Ziele verwirklicht oder ist es notwendig das ganze Programm einmal einer Komplettrenovierung zu unterwerfen? Natürlich bin ich nicht unbedingt der beste Mann dafür, denn in dem Salon de Steils steckt ganz viel Herzblut von mir. Weiterlesen

MIETERVEREIN ZU HAMBURG unterstützt Vonovia-Mieter in Steilshoop

PRESSEMITTEILUNG vom 12. April 2018

Der MIETERVEREIN ZU HAMBURG unterstützt die Mieterinitiative Steilshoop, die gegen Mieterhöhungen und Missstände im Wohnungsbestand der Vonovia vorgeht. Die Steilshooper Mieterinnen und Mieter haben einen Forderungskatalog an den börsennotierten Immobilienkonzern Vonovia erstellt und über 400 Unterschriften gesammelt. Gefordert werden u. a. die Beseitigung der Mängel in Wohnräumen, Treppenhäusern und Außenanlagen, die Rücknahme von überhöhten Modernisierungsmieterhöhungen und die transparente Abrechnungen der Betriebskosten.

Am 19. April 2018 um 16.30 Uhr übergibt die Mieterinitiative den Forderungskatalog und die Unterschriftensammlung in der Vonovia-Geschäftsstelle, Schreyerring 51, an ihren Vermieter.

Im Rahmen der geplanten Instandsetzung und Modernisierung des Vonovia-Wohnungsbestands haben Mieterinnen und Mieter Mieterhöhungsankündigungen erhalten. Berücksichtigt man die Erhöhungen der vergangenen vier Jahre, sollen sich die Mieten um bis zu 77 Prozent im Monat erhöhen. Dabei berechnet der Konzern seinen Mietern nicht nur die gesetzlich zulässigen elf Prozent der Modernisierungskosten. Nach Schätzungen des MIETERVEREIN ZU HAMBURG werden Mieter auch mit Kosten für die sogenannten Erhaltungsaufwendungen zu Unrecht belastet. Diese sind als Instandsetzung vom Vermieter zu tragen. Damit soll offenbar der sich in einem sehr schlechten Zustand befindende Wohnungsbestand der Vonovia in unzulässiger Weise auf Kosten der Mieter saniert werden. Weiterlesen

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