The U-Tube of Steilshoop – ein Bänkelsang

Der Senat, der Senat – der will sie doch so sehr

Der Senat, der Senat – der hat es mit ihr schwer

Der Senat, der Senat – drei Tage vor der Wahl

Der Senat, der Senat – er windet sich in Qual

 

OH ich will Dich – Du U-Bahn für Steilshoop

OH ich brauch Dich – Du U-Bahn für Steilshoop

 

Und der Plan und der Plan – er schreitet stets voran

Und der Plan und der Plan – doch er endet irgendwann

Und der Plan und der Plan – ach war er noch so gut

Und der Plan und der Plan – der Senat verlor den Mut

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Integrierte Stadtteilentwicklung 2008 bis 2017. Ein Rückblick

Natürlich war es kein Kunststück zu prophezeien, dass die Stadtteilbeiratssitzung am 12. September recht interessant werden würde. Schon die Diskussion im Finanzkreis vor einigen Wochen hat der Redaktion von forum-steilshoop einen kleinen Vorgeschmack davon gegeben, dass man viel daran setzt, den Text des Rückblicks auf die Quartiersentwicklung der vergangenen neun Jahre nicht erscheinen zu lassen. Kurz und schlecht: Unser Antrag auf Finanzierung der Druckkosten wurde abgelehnt, oder genauer regelrecht abgeschmettert, indem sich keine einzige Hand und keine einzige Stimme aus dem Stadtteilbeirat erhob, um der Untersuchung doch noch eine gedruckte Form zu geben.

Dennoch sind wir als Antragssteller gar nicht mal so unzufrieden, schon deshalb, weil ein wichtiges Etappenziel erreicht worden ist: „Integrierte Stadtteilentwicklung 2008 bis 2017. Ein Rückblick“ (Gratis PDF herunterladen) steht im Focus der Steilshooper Öffentlichkeit, obwohl der Text zum Zeitpunkt der Stadtteilbeiratssitzung noch gar nicht zugänglich war. Vor allem hat uns erstaunt, dass es schon erste Ansätze einer inhaltlichen Diskussion gab – und das stimmt uns hoffnungsvoll, dass Steilshoop endlich aus seinem Dornröschenschlaf erwacht. Weiterlesen

Bereit für eine Bilanz?

Rückblick auf 10 Jahre Integrierte Stadtteilentwicklung. Eine Ankündigung

Ein lehrbuchmäßiges Paradoxon entsteht zum Beispiel dann, wenn man die Worte „Stadtteilbeiratssitzung“ und „interessant“ in einem einzigen Satz zusammenbringt. Obwohl uns also die Unmöglichkeit dieser Kombination völlig bewusst ist, wagen wir für den 12. September eine Prophezeiung: Wir werden eine interessante Stadtteilbeiratssitzung erleben.

Auf der Tagesordnung steht nämlich ein Antrag der Redaktion dieser Webseite, aus Mitteln des Verfügungsfonds Steilshoop den Druck eines gut einhundertseitigen Textes zu finanzieren, der sich mit dem Quartiersentwicklungsprozess in den vergangenen zehn Jahren beschäftigt. Nun ist natürlich allen Beteiligten klar, dass sich das Jubilieren über die Erfolge dieses Projektes in Grenzen halten wird. Das liegt aber kaum an den Autoren (Martin Kersting, Bernd-Dieter Schlange, Egmond Tenten, Sylvia Wachs), von denen bekannt ist, dass sie sich in einer oppositionellen Stellung zu dem Quartiersmanagement befinden, sondern an der Tatsache, dass eine intensive Beschäftigung mit den Quellen und Vorgaben, beispielsweise dem RISE-Programm, welches die Grundlage der Quartiersentwicklung ist, auch bei wohlwollenderen Verfassern zu einem ähnlichen Ergebnis führen muss.

Obwohl das Agieren des Quartiersmanagements (und des Managements des öffentlichen Raums beim Bezirk Wandsbek) nicht immer besonders geschickt war, weist der „Rückblick“ nach, dass hier auf keinen Fall das eigentliche Problem für das Scheitern der Sanierung lag und liegt. Es waren und sind systemische Fehler, welche zu der trostlosen Bilanz führen. Weiterlesen

Pressemitteilung der Mieterinitiative Steilshoop

Steilshoop steht vor einer sozialen Katastrophe. Nachdem die Vorgängergesellschaften, wie GAGFAH über mehrere Jahrzehnte kaum einen Cent in die Erhaltung ihrer rund eintausend Wohnungen in Steilshoop gesteckt hat, hat nun der Vonovia-Konzern begonnen, ihre Objekte im Stadtteil zu sanieren.

Eigentlich ein Grund zur Freude für die Mieterinnen und Mieter, würde es laut Ankündigung des Vermieters nicht zu Mieterhöhungen von bis zu 54,3% für eine 72qm-Wohnung kommen. Der Bevölkerungsstruktur in Steilshoop entsprechend sind davon vor allem Menschen mit geringem Einkommen sowie ALG-II-Empfänger betroffen. Letztere müssen nun befürchten, dass die ARGE die Kosten für die Wohnungsmiete nicht mehr übernimmt und sie ihre Wohnung aufgeben müssen. Auch den zahlreichen Rentnern und Geringverdienern droht das gleiche Schicksal. Langjährige Bewohnerinnen und Bewohner werden aus dem Stadtteil vertrieben.

Verbitterung bei den Vonovia-Mietern hat vor allem die Tatsache ausgelöst, dass die Behebung von Schäden und jahrzehntelanger Vernachlässigung der Immobilien als Modernisierung ausgegeben und als Argument zur Steigerung der Miete genutzt wird.

Bei derartigen Methoden ist es auch nicht verwunderlich, dass die Vonovia ihr Geschäftsergebnis im vergangenen Jahr um 25% erhöhen konnte – und zwar nahezu ausschließlich auf Kosten ihrer Mieterinnen und Mieter. Weiterlesen

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