Waffen und einen Helden besinge ich…

„arma virumque cano …“ – der Beginn der Aeneis des römischen Dichters Vergil. Der Mann war wahrscheinlich das wichtigste Bauteil in der Propagandamaschine des Kaisers Augustus, welche die Aufgabe hatte, den republikanisch gesinnten Römern das Principat schmackhaft zu machen und es als Ziel der Geschichte der Stadt Rom und des römischen Reiches zu verkaufen. Trotz dieses Makels ist dabei eines der grandiosesten Werke der Literaturgeschichte herausgekommen, vergleichbar allenfalls noch mit der Ilias und der Odyssee.

Das Epos ist die literarische Bearbeitung des Gründungsmythos der Stadt Rom und erzählt wie der Held Aeneas aus dem brennenden Troja fliehen kann und schließlich in Italien landet, wo sein Nachfahre Romulus dann Rom gründet.

Wie alle großen Epen ist auch die Aeneis eine literarische Verpackung von sex and crime. Anders als im Nibelungenlied oder in der Ilias gibt es aber kein böses Ende, denn schließlich findet die Geschichte ihre Erfüllung in der milden, weisen und gerechten Herrschaft eines Kaiser Augustus.

Jetzt gibt es in Steilshoop wieder einmal eine Aeneis für Arme. Weiterlesen