Wir suchen Eure Fotos – 3. Tag

Liebe Steilshooperinnen und Steilshooper,

unser fünfzigjähriges Jubiläum gewinnt so langsam an Kontur. Jetzt suchen wir Fotos, die Aussagen über die Steilshooper Geschichte machen können. Wir werden mit dem blauen Planwagen und ausgerüstet mit Scanner und Computer Ihre Fotografien einscannen. Digitale Bilder bitten wir auf einen USB-Stick zu ziehen und diesen ebenfalls uns für das Erstellen einer Kopie zu überlassen.
Wir verfolgen mit dieser Aktion zwei Zwecke. Zum einen haben wir vor, eine Fotoausstellung zu organisieren, zum andern wollen wir ein Archiv anlegen, von dem idealerweise noch unsere Nachfolger, welche das hundertjährige Jubiläum vorbereiten, profitieren.
Das bedeutet natürlich, dass Sie dem Jubiläumsausschuss das Recht einräumen müssen, die Bilder auch zu publizieren. Das hoffentlich entstehende Archiv wollen wir durch ein oder mehrere Register (Findbuch) zugänglich machen. Wir versichern, dass wir die datenschutzrechtlichen Bestimmungen einhalten werden. Die entsprechende Erklärung werden wir Ihnen in den nächsten Tagen gesondert zuschicken.

Wir freuen uns auf die Schätze Ihrer Erinnerung.

Mariana Martins-Fernandes      Dr. Andreas Holzbauer      Dr. Martin Kersting

Steilshooper Mythen oder wie funktioniert ein Stereotyp? [Teil 2]

Vor rund 10 Jahren habe ich den folgenden Text als Vortrag im AGDAZ gehalten. Nach Teil 1 folgt heute der 2. Teil.

Die Hamburger Abendblatt Redakteurinnen Sifft und Tants verpacken ihren konservativen, ja reaktionären Blödsinn unter der Betroffenheitsmasche. Pseudowissenschaftlich geriert sich gelegentlich die „Welt“, wenn sie über den sie eigentlich nicht interessierenden Stadtteil schreibt. Der Pädagoge Peter Struck benutzt Steilshoop – oder besser das Bild Steilshoops, so wie es der Springer-Konzern geschaffen hat -, um seine konservativern Erziehungsideale einem schockierten Publikum nahe zu bringen: „Momentaufnahme aus der Gesamtschule von Steilshoop. Ein scheinbar normaler Tag, keine Vorwarnung. Dann der Knall – ein selbstgebauter Sprengsatz detoniert. Der Aufenthaltsraum wird zerstört. Sachschaden 40.000 Mark, Nur wenige Monate zuvor gingen in dem Ende der sechziger Jahre für 20.000 Menschen errichteten Betonviertel kleine Bomben hoch, wurden Feuer in den Treppenhäusern der gigantischen Wohnblocks gelegt, wurden Linienbusse mit Luftgewehren beschossen. Crash Kids und S-Bahn-Surfer sind hier zu Hause. Die Jugendbande „Ghetto-Kingz“ hinterließ Graffiti.“ 1. Dass Herr Struck Steilshoop niemals gesehen hat – die gigantischen Wohnblöcke entstammen dem Archiv seines Auftraggebers -, kann man ihm ja zur Not noch verzeihen. Gegen die Bezeichnung des Stadtteils als Betonviertel werden wir hier wohl machtlos in alle Ewigkeiten bleiben. Wie noch zu zeigen ist, verfolgt Herr Struck aber mit dieser Diffamierung ein weiteres Ziel.

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Wir suchen Eure Fotos – 2. Tag

Liebe Steilshooperinnen und Steilshooper,

unser fünfzigjähriges Jubiläum gewinnt so langsam an Kontur. Jetzt suchen wir Fotos, die Aussagen über die Steilshooper Geschichte machen können. Wir werden mit dem blauen Planwagen und ausgerüstet mit Scanner und Computer Ihre Fotografien einscannen. Digitale Bilder bitten wir auf einen USB-Stick zu ziehen und diesen ebenfalls uns für das Erstellen einer Kopie zu überlassen.
Wir verfolgen mit dieser Aktion zwei Zwecke. Zum einen haben wir vor, eine Fotoausstellung zu organisieren, zum andern wollen wir ein Archiv anlegen, von dem idealerweise noch unsere Nachfolger, welche das hundertjährige Jubiläum vorbereiten, profitieren.
Das bedeutet natürlich, dass Sie dem Jubiläumsausschuss das Recht einräumen müssen, die Bilder auch zu publizieren. Das hoffentlich entstehende Archiv wollen wir durch ein oder mehrere Register (Findbuch) zugänglich machen. Wir versichern, dass wir die datenschutzrechtlichen Bestimmungen einhalten werden. Die entsprechende Erklärung werden wir Ihnen in den nächsten Tagen gesondert zuschicken.

Wir freuen uns auf die Schätze Ihrer Erinnerung.

Mariana Martins-Fernandes      Dr. Andreas Holzbauer      Dr. Martin Kersting

Wir suchen Eure Fotos – 1. Tag

Liebe Steilshooperinnen und Steilshooper,

unser fünfzigjähriges Jubiläum gewinnt so langsam an Kontur. Jetzt suchen wir Fotos, die Aussagen über die Steilshooper Geschichte machen können. Wir werden mit dem blauen Planwagen und ausgerüstet mit Scanner und Computer Ihre Fotografien einscannen. Digitale Bilder bitten wir auf einen USB-Stick zu ziehen und diesen ebenfalls uns für das Erstellen einer Kopie zu überlassen.
Wir verfolgen mit dieser Aktion zwei Zwecke. Zum einen haben wir vor, eine Fotoausstellung zu organisieren, zum andern wollen wir ein Archiv anlegen, von dem idealerweise noch unsere Nachfolger, welche das hundertjährige Jubiläum vorbereiten, profitieren.
Das bedeutet natürlich, dass Sie dem Jubiläumsausschuss das Recht einräumen müssen, die Bilder auch zu publizieren. Das hoffentlich entstehende Archiv wollen wir durch ein oder mehrere Register (Findbuch) zugänglich machen. Wir versichern, dass wir die datenschutzrechtlichen Bestimmungen einhalten werden. Die entsprechende Erklärung werden wir Ihnen in den nächsten Tagen gesondert zuschicken.

Wir freuen uns auf die Schätze Ihrer Erinnerung.

Mariana Martins-Fernandes      Dr. Andreas Holzbauer      Dr. Martin Kersting

Steilshooper Mythen oder wie funktioniert ein Stereotyp? [Teil 1]

Vor rund 10 Jahren habe ich den folgenden Text als Vortrag im AGDAZ gehalten. Ob seiner Länge wird er hier in Fortsetzung veröffentlicht.

Jeder von uns kann aus dem Stegreif einen Vortrag über München, Frankfurt, Stuttgart oder Duisburg und die Mentalität seiner Bewohner halten, auch wenn er die Städte nur von einem Kurzbesuch her kennt. Wir wissen ganz genau, dass in der bayrischen Metropole sich vor allem Angehörige der Schickeria umbringen, dass Frankfurt ein einziger Rotlichtsumpf ist, dass in Stuttgart hinter der kleinbügerlichen Fassade die Verlogenheit des Spießers lauert und der Duisburger Proletarier längst zum Lumpenproletariat zu zählen ist. Woher wir das wissen? Natürlich aus dem Fernsehen. Spielfilme und noch mehr Serien verbinden grundsätzlich bestimmte Städte mit einer sozialen Schicht oder Klasse, weil wir genau diese Schicht oder Klasse in genau dieser Stadt erwarten. Zwar hat München auch hochgradig problematische Stadtteile wie Untersendling oder Hasenbergl zu bieten, Drehorte sind aber Grünwald oder Starnberg. München-Untersendling dagegen findet in Duisburg-Maxloh oder Berlin-Neukölln statt. Noch augenfälliger wird das geographische Prinzip als Ausdruck bestimmter sozialer Verhältnisse in amerikanischen Serien gehandhabt. Das natürliche Biotop von Al Bundy ist nun einmal Chicago, schwarzes Bürgertum gehört nach New York und alle Nonkonformisten sammeln sich in San Francisco. Die Wahrnehmung der Serienproduzenten ist allerdings mindestens 80 Jahre alt. Das Bild der Stadt am Lake Michigan zum Beispiel ist geprägt durch die Romane von Upton Sinclair, der in den zwanziger Jahren die Brutalität einer Industrieregion beschrieben hat. Die heutige Bedeutung von Chicago resultiert aus den vielen Wissenschaftseinrichtungen, deren Zahl sogar die von Südkalifornien übersteigt, so dass die Stadt in ihrer soziologischen Zusammensetzung große Ähnlichkeiten mit dem Raum Boston aufweist. Die Produzenten der Filme bedienen einerseits unsere Erwartungshaltung, andererseits sorgen sie dafür, dass sich unsere Urteile derartig verfestigen, dass wir kaum noch in der Lage sind, zwischen einem aufoktroyierten Vorurteil und einem aus eigener Erfahrung resultierendem Urteil zu unterscheiden. Weiterlesen

Happy Birthday Steilshoop!

So soll es im Sommer 2019 erschallen, wenn unser Stadtteil fünfzig Jahre alt wird!

Ein runder Geburtstag muss gut vorbereitet werden. Wie schon vor zehn Jahren beim vierzigjährigen Jubiläum wollen wir Hamburg und der Welt zeigen, was unser Steilshoop so bieten kann, und dass der Reiz des Quartiers seine Bewohner sind.

Das klappt aber nur, wenn alle mitmachen. Deshalb laden wir alle Bewohnerinnen und Bewohner des Stadtteils, die Vertreter der Institutionen aber auch die Freundinnen und Freunde Steilshoops zu unserer Auftaktveranstaltung ein*.

Hier sollen erste Ideen entwickelt werden, wie der Jubilar gebührend gewürdigt werden kann.

Für einen kleinen Imbiss ist gesorgt.

* Sollten Sie an diesem Termin verhindert sein, sich dennoch an der Vorbereitung beteiligen wollen, schreiben sie bitte eine Mail an Dr. Andreas Holzbauer andreas.holzbauer@martin-luther-king-steilshoop.de

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