Stellungnahme der GFG zur Sporthalle am Borchertring

Die GFG Steilshoop e.V. ist einer der Nutzer der Sporthalle der Schule Borchertring, die ja bekanntlich abgerissen werden soll. Vor fünf Jahren während der Rahmenplanung hat man uns versprochen, dass alle Hallenzeiten im Borchertring in Steilshooper Hallen ersetzt werden. Davon ist heute nicht mehr die Rede, zumindest ist das Bezirksamt noch nicht wieder auf den Vorstand der GFG zugekommen. Von daher gehen die Verantwortlichen der GFG davon aus, dass das gegebene Versprechen nicht gehalten werden kann.

In den letzten fünf Jahren hat sich die Infrastruktur und Wohnkultur in Hamburg total verändert. Durch die Flüchtlingssituation 2015 und der immer beliebter werdenden Stadt werden in Hamburg viele Flächen zum Wohnungsbau genutzt. In einer wachsenden Stadt, in der immer mehr Kinder leben, werden die Bedürfnisse der Kinderbetreuung naturgemäß auch größer. Es fehlt an Schulen, Kitas, Sportflächen und natürlich auch an Sporthallen.

Unter diesem Gesichtspunkt ist es geradezu fahrlässig, eine intakte Sporthalle abzureißen. Mit einem für Steilshoop einmaligen Konzept versucht der neugegründete Verein VENS – Verein zum Erhalt und der Nachnutzung der Schule am Borchertring e.V. – diese Entwicklung aufzuhalten.

Die Sportler/innen der GFG Steilshoop e.V. identifizieren sich mit dieser Idee und würden sich wünschen, dass die Steilshooper Bevölkerung geschlossen hinter dieser Aktion steht und gemeinsam mit den Mitgliedern der Vereine in Steilshoop für diese Sache kämpfen.

U5 – oder die richtige Reihenfolge

von Bernd Dieter Schlange

Es gibt nach wie vor zahlreiche Kritikpunkte an der Planung für die U5 für Steilshoop. Zwei davon wären jedoch leicht zu lösen, wenn der Senat sich für ein planvolles Vorgehen entschiede:

  • Die U5 von Bramfeld in die City Nord ist wenig sinnvoll und bringt für viele Steilshooper eher Nach- als Vorteile. Hier argumentieren der Senat und die ihn stützenden Politiker, diese Situation werde sich grundlegend ändern, wenn erst einmal der Abschnitt City Nord – Innenstadt der U5 fertig sei.
  • Es bestehen Zweifel an der Finanzierbarkeit der U5, insbesondere fürchten viele Steilshooper, am Ende wegen fehlender Mittel für den Weiterbau mit dem nutzlosen Torso leben zu müssen. Hier behauptet der Senat, das Geld werde da sein.

Inzwischen finden die ersten Veranstaltungen zum Abschnitt City Nord – Innenstadt statt – und es zeigt sich, dass dieser Abschnitt seinen wesentlichen Nutzen auch dann erfüllt, wenn der Abschnitt City Nord – Bramfeld noch nicht gebaut ist. Teilweise wurde bedauert, dass hier nicht sehr bald mit dem Bau begonnen wird.

Damit ist eigentlich klar, dass hier in der falschen Reihenfolge geplant wird.

Deshalb sollten die Steilshooper und Bramfelder diskutieren, ob sie den Senat folgenden Vorschlag machen:

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Man will gesellschaftliche Probleme durch bauen lösen und packt die eigentlichen Probleme nicht an

2019 wird nicht nur das Jahr sein, in dem wir Steilshoops 50. Geburtstag feiern können. Im kommenden Jahr soll auch mit dem Umbau der Siedlung begonnen werden.  Auf Parkpaletten sowie in unmittelbarer Nähe der geplanten U5-Haltestelle ist mit Neubauplanungen zu rechnen. Schon in Kürze soll im Norden auf den durch den Schulneubau frei werdenden Flächen umfangreicher Wohnungsneubau stattfinden.
Vor diesem Hintergrund wollen wir an den Vortrag “Rahmenplanung Steilshoop Nord. Zurück in die 60er?” von Professor Michael Koch (HCU) erinnern. Er hielt ihn, anlässlich der Steilshooper Vortragstage, am 16. September 2014 im (mittlerweile abgerissenen) Theatersaal des Bildungszentrums. Hier die Zusammenfassung:

„Stadt ist nicht mehr ein Zustand, sondern ein Prozeß“ war eine der Kernthesen des Vortrags von Michael Koch von der Hafencity Universität. Der Hochschullehrer zeigte in seinem mit Spannung erwarteten Vortrag auf, dass Großsiedlungen im Allgemeinen und im Besonderen mit einerseits ähnlichen Sichtweisen konfrontiert werden, tatsächlich aber nur aus lokalen Gegebenheiten verstanden werden können. So werden Großsiedlungen z.B. häufig in den Medien schlecht abgehandelt und als Ursache für die sozialen Verwerfungen wird die (Hochhaus-) Architektur genannt.  Weiterlesen

Sag mir wo die Einkaufswagen sind? Wo sind sie gebliehiben?

„Dornröschenschloß“. Das EKZ schläft den Schlaf der von Konsumwünschen befreiten Seele, ein Ort für märchenhafte Vorstellungen und tiefe Träume. Wer küßt Dornröschen wach? Steilshoop sucht den Superprinz

IKON. Über den Zustand des „Einkaufszentrums“ Steilshoop ist viel gesagt worden. Mehr Geschäfte, mehr Dienstleister, mehr Angebote wird am häufigsten genannt.

Seltener hört man Lob, dabei ist es sauber, warm und hält Aufenthaltsqualität vor. Das ist viel in einem Stadtteil ohne soziale Treffpunkte, wenn man von den Alraunecafes absieht. Auch ein Sicherheitsdienst ist bei Delinquenz oder unpassendem Verhalten zu Stelle und patrouilliert dort regelmäßig. Nun könnte man spitz anführen: „Nun ja, so besonders viel gibt es dort wirklich nicht zu klauen“, aber der letzte Discounter sieht das anders. Regelmäßig bilden sich dort Schlangen, weil Einkaufswagen fehlen, bzw. gestohlen werden. Nun gibt es kleine Rollwägelchen – im Hackenporschelook – die im Inneren verbleiben müssen, weil sie sonst Signaltöne ausstoßen. Darüber hinaus wecken sie keine monetären Begehrlichkeiten, weil sie ohne Münzpfand genutzt werden können. Der Vorteil: mein letzter Einkauf fiel deutlich geringer aus, denn das kleine Ding ist auch etwas unkomfortabel – 30 mal bücken vor das Kasse – hält die materielle Gier in Zaum. Eigentlich praktisch, oder?! Weiterlesen

Aktuelles zum ÖPNV für Steilshoop

von Bernd Dieter Schlange

Anlässlich des neuen Fahrplans beim HVV und der Einleitung des Verfahrens zum Flächennutzungsplan sollen hier die wichtigsten aktuellen Informationen gegeben und kommentiert werden.

1. Busverkehr

So schnell geht es in Hamburg: Nicht einmal 50 Jahre nach der Fertigstellung der ersten Wohnungen erhalten die Steilshooper beim Umsteigen am Rübenkamp einen direkten Zugang

Öffentliche Verkehrsmittel für Steilshoop – das ist in der Hamburger Presse meistens die neue H (vorher: Stadtbahn, davor: ´ne andere und noch ´ne andere U-Bahn, noch davor: ´ne andere Stadtbahn, ganz davor: noch ´ne ganz andere U-Bahn). Das sind schöne Verkehrsmittel, aber die Steilshooper fahren natürlich mit den Bussen auf der Straße statt mit den Bahnen auf dem Papier.

Deshalb sei zunächst über die Busse gesprochen:

Linie 7

Linie 7 ist bekanntlich „beschleunigt“ worden, ist seitdem wieder so schnell wie vor 50 Jahren (damals hieß sie noch anders) und hat seither deutlich steigende Fahrgastzahlen. Nach wie vor gilt auch hier in der Frühspitze die Vorgabe des HVV, dass ein Problem erst vorhanden ist, wenn regelmäßig zwei aufeinanderfolgende Busse nicht alle Fahrgäste mitnehmen können. Trotzdem wird nachgebessert: Ab Dezember sollen auch in den Abendstunden wieder alle Fahrten mit Gelenkbussen durchgeführt werden, so dass dann Sitzplätze für alle Fahrgäste wieder wahrscheinlich sein dürften. Später sollen dann Großraumbusse mit 4 Achsen zum Einsatz kommen, was auch in der Frühspitze für Entspannung sorgen dürfte. Weiterlesen

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