Zehn Jahre Großbaustelle – 3,5 Millionen Euro Steuergelder werden versenkt!

Schreyerring (Montage)

Der Januar 2017 könnte der Auftakt einer langen Leidensgeschichte für die Bewohnerinnen und Bewohner des Schreyerrings und der umliegenden Straßen werden.

Der Bezirk Wandsbek ist wild entschlossen, sein hochgradig umstrittenes Marktplatzprojekt um zu setzen, obwohl er weiß, dass diese Fläche am Schreyerring nach wie vor in der Diskussion als Zugang zu der geplanten U-Bahn für Steilshoop steht.

Das kann bedeuten:

  • 2017 wird der Schreyerring aufgerissen und für 3,52 Millionen Euro hergerichtet.
  • 2021 kommen erneut die Bagger und reißen den soeben errichteten Marktplatz wieder ab, um in einer offenen Grube den U-Bahnhof Steilshoop zu bauen. Tausende von Tonnen Abraum aus dem Vortrieb der Strecke zum Hartzloh müssen über diese Baugrube abgefahren werden.

Wohl kein privater Bauherr würde auch nur einen Cent zum Beispiel in eine Einbauküche investieren, bevor er weiß, dass das Haus darum herum in drei Jahren nicht wieder abgerissen wird. Der Bezirk steht aber wohl auf dem Standpunkt, dass solche Überlegungen bei öffentlichen Mitteln keine Rolle spielen sollten. Es handele sich ja nur um Steuergelder, die bekanntlich auf Steuergelderbäumen im Wandsbeker Schlosspark wachsen.

Als Mitte Dezember es erste Kritik aus Steilshoop an dieser Verschwendung gab, wurden schleunigst Presseartikel lanciert, die suggerierten, dass sich die Hochbahn dem Votum der Steilshooper beuge und den Ausgang Gründgensstraße bevorzugen würden – entgegen allen anderen Mitteilungen aus dem vergangenen halben Jahr. Dieses Votum aber hat es nie gegeben. Auf der Beteiligungsveranstaltung der Hochbahn im Juli gab es ein Zufallsmeinungsbild, das von allen Anwesenden auch als ein solches gesehen wurde. Indem der Bezirk aber schon im Januar (in Kumpanei mit der Hochbahn) schon vollendete Tatsachen schafft, hebelt er wieder einmal die Bürgerbeteiligung aus.

Die Koordinierungskonferenz Steilshoop wird sich mit ganzer Kraft diesem Irrsinn entgegen stellen. Über unsere Aktivitäten werden wir Sie regelmäßig über forum-steilshoop informieren. Wir brauchen aber ihre Hilfe, um Steuerverschwendung und überflüssigem Baulärm Einhalt zu gebieten.