Marktplatzumbau – eine Beschwerde

Die Koordinierungskonferenz Steilshoop schreibt an den Leiter des Bezirksamtes Wandsbek:

Sehr geehrter Herr Ritzenhoff,

die Koordinierungskonferenz Steilshoop empfindet die Organisation und die Koordination der Baumaßnahmen im Zentrum des Stadtteils als eine große Belastung sowohl für die Bewohnerinnen und Bewohner als auch für die Gewerbetreibenden im und um das Einkaufszentrum. Wir teilen auch nicht die Ansicht, dass für die „querenden Passanten … keine Gefahrensituationen entstehen“, wie es in der Antwort der Verwaltung auf eine diese Thematik ansprechende Anfrage der Bezirksfraktion der LINKEN zu lesen ist (20-4961).

Problematisch sind vor allem die Übergänge im Bereich der Fehlinghöhe sowie im östlichen und westlichen Teil des Schreyerrings, welche immer wieder von großen Fahrzeugen der Baufirmen mit einem bemerkenswerten Tempo durchfahren werden – und das, obwohl die Sicht der Fahrzeugführer aufgrund der Konstruktion der Maschinen (Radlader, Gabelstapler) stark eingeschränkt ist. Wir gehen zwar davon aus, dass eine Verpflichtung der Baufirma besteht, die „entsprechenden Vorschriften und Richtlinien für die Baustellenabsicherung einzuhalten“ (ebd.), allerdings scheint wohl selten oder nie eine dahingehende Kontrolle stattzufinden.

Unbefriedigend empfinden wir in der zitierten Antwort der Verwaltung auch die Darstellung, warum der Marktplatz nicht in Teilabschnitten gebaut werden kann. Auch bei einer Halbierung, sogar bei einer Viertelung der Fläche gäbe es genügend Platz für einen 18 m-Lastzug und einem davor entladenden Gabelstapler, ohne dass die laufenden Bauarbeiten behindert würden..

Deutlich zu schmal bemessen ist der Zugang vom östlichen Gropiusring zum Einkaufszentrum. Zwei etwas größere Kinderwagen verlangen schon einige Rangierarbeiten, damit sie kollisionsfrei passieren können.

Offensichtlich sind die Arbeiten an der Marktfläche nicht mit den Sanierungsmaßnahmen der Vonovia an den anliegenden Blöcken 5 und 16 koordiniert. Vor allem am Anfang der beiden Äste der Mittelachse entstehen so erhebliche und unnötige Behinderungen, etwa durch nicht entfernte Fensterstellagen der Wohnungsbaugesellschaften.

Bisherige Beschwerden aus dem Stadtteil haben zu keiner nennenswerten Abhilfe geführt, so dass wir unsere Hoffnung, dass der weitere Teil der Baumaßnahmen im Einklang mit den Bedürfnissen der Steilshooperinnen und Steilshooper verlaufen wird, auf die Leitung der Bezirksverwaltung richten.

Ein Kommentar

  • MFM

    Die Gewerbetreibenden sind über die Dauer der Arbeiten verblüfft und zugegeben, häufig sieht dort keiner jemanden arbeiten. Die Baumaschinen stehen häufiger als das diese bewegt werden. Zu beklagen ist auch das ca. 30% weniger Umsatz gemacht wird.

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