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Samstag, 14. Juli 2019

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Samstag, 21. Sept. 2019

 

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Großes Jubiläumsfest im Rahmen der Feierlichkeiten um den 50 ten Geburtstag Steilshoops.

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2 Kommentare

  • Reh

    „GLÜCKWUNSCH“ und das Viertel ist abgewirtschaftet! Im Einkaufszentrum ist der Verfall deutlich sichtbar. Auf der Straße werden Drogen gehandelt, Schießereien, Sachbeschädigung von Kommunikationsanlagen im eigenen Haus bei einem Vermieter mit V. beginnend.
    Ich finde es hier nicht sehr angenehm zu wohnen bei diesen Zuständen und überlege wegzuziehen. Es ist für mich schwer eine bezahlbar Wohnung zu finden, da geringes Einkommen. Im Kaffee im Schreyerring treffe ich nette Leute, aber was nutzt mir dass, wenn das Umfeld (Hochhäuser, graue Tristesse) nicht angenehm ist. Die Einkaufsmöglichkeiten im Einkaufszentrum sind miserabel.
    Es gibt als reelle Geschäfte Aldi, Rossmann und KIK, ansonsten merkwürdige Billigläden, wie Tedi u.s.w. Schön wenn es für einige Leute einen Grund gibt zu feiern. Ich habe hier einige Zeit gern gewohnt. Diese Periode ist vorbei, was ich für mich sehr schade finde.

    • Martin Kersting

      Liebes Reh,
      recht hast Du. Ich empfinde die Tristesse genau so. Trotzdem arbeite ich im Jubiläumsausschuss und diversen anderen Initiativen mit, im Prinzip aus den gleichen Gründen, warum Du wegziehen möchtest, aber nicht wegziehen kannst. Für uns, welche wir nur über ein geringes Einkommen verfügen, gibt es in den schöneren Hamburger Stadtteilen nun einmal keinen Platz.
      Bleiben also nur zwei Alternativen: Hier bleiben und leiden oder hier bleiben und kämpfen. Da ich nicht so gerne leide, habe ich mich für die zweite Option entschieden. Zugegeben, auch die war in den letzten Jahren nicht ganz leidfrei, aber durch unser stetiges Bohren macht sich so langsam ein Bewusstsein bei den Verantwortlichen in Politik und Verwaltung breit, dass man einen Stadtteil nicht dadurch sanieren kann, indem man Traumrenditen zahlenden Wohnungsbaugesellschaften einfach einen weiteren Riesenhaufen Geld in den Hintern friemelt, sondern dass man eigentlich nur eine Verbesserung der Situation gemeinsam mit den Bewohnern herbei führen kann.
      Deswegen steht auch bei unserem Jubiläum nicht nur das Feiern im Vordergrund – das muss auch sein – sondern es geht darum, die Problematiken aufzuzeigen und Lösungswege zu suchen. Sönke Ullrich, langjähriger Pastor in Steilshoop, drückt es im Vorwort zu der Jubiläumsbroschüre so aus: “Fünfzig Jahre Steilshoop sind aus der Sicht engagierter Bewohner / Bewohnerinnen des Stadtteils vor allem das Bemühen, die Rahmenbedingungen für das Zusammenleben der Menschen mit ihren vielfältigen Lebensschicksalen zu verbessern” – und ich finde, das ist durchaus ein Grund zu feiern.

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