Antwort der Hochbahn an die Koordinierungskonferenz

von Bernd Dieter Schlange

Jetzt liegt die Antwort der Hochbahn auf ein Schreiben der Koordinierungskonferenz Steilshoop vor.

Weitere Verbesserungen für den Busverkehr in Steilshoop sind geplant

Zunächst gibt es zwei erfreuliche Nachrichten:

Zum einen sollen die Fahrpläne der Linien 26 und 118 zum Fahrplanwechsel im Dezember besser abgestimmt werden. Es bleibt aber offen, wie weit diese Abstimmung geht, ein 10-Minuten-Takt vom Rübenkamp nach 21 Uhr (der von der Fahrtenzahl unproblematsich wäre) wurde jedenfalls nicht zugesagt (aber auch nicht ausgeschlossen).

Zum anderen wird die Prüfung einer Haltestelle der Linie 277 an der Ecke Steilshooper Straße/Steilshooper Allee wieder aufgenommen. Hier hatte die Hochbahn bereits 2015 die Umsetzung der Maßnahme vorgeschlagen und auch im Regionalausschuss vorgestellt, dort gab es Bedenken der Polizei. Da der Regionalausschuss (wieder einmal) keinen Grund sah, sich für die Interessen der Steilshooper Bürger einzusetzen, geriet die Angelegenheit damit aufs Abstellgleis. Dank der Arbeit der Koko will die Hochbahn sich jetzt wieder damit befassen, wir würden uns freuen, wenn der Regionalausschuss uns diesmal ernsthaft unterstützt.

Das Angebot bleibt zumindest im Osten und Zentrum Steilshoops unbefriedigend

Weniger erfreulich sind die Hinweise zur Überfüllung, insbesondere der Linie 7. Abends seien Zweiachser (statt der Gelenkbusse) völlig ausreichend. Die Hochbahn teilt mit, eine „Bemessung auf Sitzplätze“ sei aus umweltpolitischen Gründen nicht vertretbar. Stehplätze in Bussen, so erfahren wir, dienen der Minimierung des Schadstoffausstoßes. Das mag jeder selber kommentieren. Wir dürfen aber davon ausgehen, dass hier Vorgaben des HVV oder des Senats von der Hochbahn erfüllt werden. Nun gut, so funktioniert rot-grüne Umweltpolitik.

Weiter abgelehnt wird eine schnelle Verbindung für den Osten und das Zentrum Steilshoops über die Steilshooper Straße, zur Begründung wird unter anderem angegeben, dass der Fahrzeitvorteil von 21 %, der sich aus den Angaben der Hochbahn ergibt, nicht ausreicht, um ein Umsteigen von ausreichend vielen Fahrgästen zu erreichen. Ein Durchfahren an einigen Haltestellen, auf einer solchen schnellen Linie, würde nach Angaben der Hochbahn keine weiteren Zeitvorteile bringen. Das kann man glauben oder auch nicht, aber man darf wohl glauben, dass Fahrzeitverkürzungen um mehr als 20% ohne teure Tiefbaumaßnahmen nicht im Sinne des rot-grünen Senats sind und dass die Hochbahn hier als städtisches Unternehmen in die Pflicht genommen wird.

Auch der Bezirk trägt Verantwortung

Ebenfalls abgelehnt wird weiter eine Bedienung der Ringe. Die Vorteile betreffen nach Auffassung der Hochbahn nur den nördlichen Rand Steilshoops. Das ist plausibel. Es ist wohl vor allem eine Frage an die Steilshooper und an den Bezirk, welche Bedeutung sie der künftigen Stadtteilschule, dem geplanten Quartierszentrum und der künftigen Wohnbebauung im Norden zumisst, die alle von einer solchen Buserschließung profitieren würden. Hier trägt der Bezirk Wandsbek und namentlich der Regionalausschuss mindestens so viel Verantwortung wie die Hochbahn.

Fazit

Die Reaktion der Hochbahn zeigt die Bereitschaft, auf Anregungen und Vorschläge der Bürger ein zu gehen, insofern hat die Arbeit der Koko wirklichen Nutzen. Sie kann aber natürlich nicht den Unwillen und die Untätigkeit des Senats und der Bezirksversammlung ersetzen, schnelle Busverbindungen mit einem ausreichenden Sitzplatzangebot zu schaffen.

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