Schwarzer Peter mit Millioneneinsatz

In Hamburg wurde es eindrucksvoll widerlegt: Das Vorurteil, dass Behörden und Staatsbetriebe langsam und wenig effizient arbeiten. Klar, schwierige und selten vorkommende Angelegenheiten wie die Ausstellung eines Personalausweises oder die Bearbeitung eines Widerspruches gegen einen ALG-II-Bescheid können schon mal ein bisschen dauern, aber für Routinevorgänge wie die Ermittlung der optimalen Lage für einen U-Bahnhof braucht man in Hamburg keine 48 Stunden.

Mit Stolz können die Mitarbeiter der Hochbahn für sich in Anspruch nehmen, dass sie die ganze Arbeit ausschließlich für den Bürger leisten, damit er auch weiß, dass seine Steuergelder nicht vergeudet werden und er jetzt ruhig schlafen kann.

Es ist nämlich auch ein Vorurteil, dass eine Behörde oder ein Staatsbetrieb nicht weiß, was der andere tut. Ist einer in der Bredouille, hilft gerne schon mal der andere aus. Weiterlesen

Was mir meine Kristallkugel so mitteilt

Es ist völlig ausgeschlossen, dass eine deutsche Behörde derartig verantwortungslos mit Steuergeldern umgeht, wie es im Moment in Steilshoop den Anschein hat. Den Verlautbarungen des Bezirks Wandsbek zur Folge (vgl. Senatsdrucksache 21/6584) sollen im Januar 2017 die Bäume im Zentrum für den neu zu errichtenden Marktplatz gefällt und im Laufe des Jahres 2017 dieser fertig gestellt werden. Eigentlich kein Problem, denn genau das war das Ergebnis des Kompromisses, der zwischen Politik, Verwaltung, Wohnungswirtschaft und der Initiative „Kahlschlagstoppen“ im Januar des Jahres 2016 geschlossen worden ist.

Kurz danach jedoch gab es einen neuen Aspekt, der in den damaligen Verhandlungen noch nicht berücksichtigt werden konnte. Weiterlesen

Jedem Ende wohnt ein Zauber inne

sascha_gesangvon Doris Pawelczak

Zum letzten Male wurden die Bilder der Gemeinschafts-Ausstellung „Wohin geht die Reise?“ im Café JETZT am 3.12.2016 gezeigt. Knappe drei Monate verführten die Bilder Schaulustige zum Spaziergang durch Räume, zum Hineinträumen, zum Innehalten und entdecken.

Eine Ausstellung ist immer zeitbegrenzt und eine Finissage ist die Gelegenheit, auf die Exponate einen letzten Blick – oder überhaupt einen ersten – zu werfen bevor sich die Bilder der Öffentlichkeit wieder entziehen. Der Ablauf ist festgelegt: die anwesenden Künstler können zum letzten Male zu ihren Gedanken zur Ausstellung hinterfragt werden. Sie deuten an, welche Lebenseindrücke sie weiterhin Gestalt geben wollen. Gute Musiker spielen. Ein Resümee wird aufmerksam gezogen, warm nach rechts und links gedankt, ein bis drei Gläser Wein getrunken. Üblicherweise wird anschließend eingepackt: jetzt ist erst einmal Schluss mit diesem Zauber. Fini.

Nein, kein Ende des Zaubers in Steilshoop!

Diese Finissage wird allen Beteiligten noch lange in besonderer Erinnerung bleiben. Der SingerSongwriter Sascha Koratkewitsch gab an den Abend das erste Konzert nach seiner diesjährigen Schreibphase. Weiterlesen