Im Salon: Communio Sanctorum

Communio Sanctorum.BeitragLiebe Steilshooperinnen und Steilshooper,

zu dem auf dem Plakat angekündigten Vortrag am 21. September (19:00 Uhr, JETZT) möchte ich Euch ganz herzlich einladen.

Wenn man auf die 70 zugeht, wird es höchste Zeit, seine Traumata aus der Kindergartenzeit zu bearbeiten. Wie viele wissen, entstamme ich dem Münsterlande und habe somit meine Kindheit und Jugend in den fünfziger und sechziger Jahren des vorigen Jahrhunderts unter dem Schutze und Schirme der Kirche, natürlich der apostolischen und katholischen zugebracht. Spätestens seit der Beendigung meines dritten Lebensjahres wurde ich über die wohltätige Macht der Heiligen belehrt und ihr Leben und Leiden mir als leuchtendes Vorbild vorgehalten.

Schon im Kindergarten konnten wir so die wirklich wichtigen Dinge des Lebens erlernen: Weiterlesen

Alice & Lozen #2 – Feed Your Head –

von MataHari

MateSie ritten seit Tagen Richtung Süden, der Winter nahte. Alice liebte das Reiten, das Knarzen des Leders, den Duft der Pferde, die unbändige Kraft des Tieres unter ihr. Wenn ihrer beiden Bewegungen zu einer wurden, dann fühlte sie Freiheit, dann lebte sie in jeder Faser ihres Körpers und mochte schreien vor Glück. Einzig Lozen liebte sie mehr als das Reiten. Weiterlesen

Bei uns in Kalabrien

Bei uns in KalabrienEine neapolitanische Ansicht aus dem Jahre 2011, als die Camora die Stadt am Vesuv wieder einmal im Müll ersticken ließ? Mitnichten: Die Aufnahme wurde am Morgen des 8. August 2016 am Gropiusring 68 in Steilshoop gemacht. Allerdings hätte das Bild auch schon am 4. August entstanden sein können. So lange nämlich liegt der Müllhaufen dort schon. Allerdings hat er wie jeder andere Berg auch mittlerweile unter der natürlichen Erosion gelitten. Seine Sedimente haben sich in den davor liegenden Ebenen ausgebreitet, Ratten und Krähen haben an ihm genagt. Weiterlesen

Bürgerbeteiligung in der aktuellen Quartiersentwicklung

Überlegungen zu einem bürgernahen Konzept

Stadtteiljubiläum. Luftballons 01Auf Seite 5 des ersten Teils des immer noch gültigen Quartiersentwicklungskonzepts (im Folgenden QEK I, hier als PDF) der Lawaetz-Stiftung für Steilshoop steht ein lakonischer Satz, der aber sehr aussagekräftig für das Verfahren ist: „Im Januar 2009 legte die Lawaetz-Stiftung dem Bezirksamt Wandsbek den ersten Entwurf eines Quartiersentwicklungskonzepts vor“. Brisant ist das Datum: Zwar hat es im Vorjahr im Kontext eines „planing for real“-Verfahren Kontakte mit Steilshoopern und Steilshooperinnen gegeben, es sind an Hand von Modellen Meinungsäußerungen über die künftige Gestaltung des Stadtteils eingeholt worden, aber das alles war (und ist) noch weit entfernt von einer dezidierten Meinungsbildung im Stadtteil. Trotzdem sah man sich zu diesem Zeitpunkt schon in der Lage, ein Papier zu erstellen, welches das Gesicht Steilshoops auf Jahrzehnte hinaus prägen sollte.

Es scheint den Verantwortlichen schon zu einem sehr frühen Zeitpunkt bewusst gewesen zu sein, dass dieses Vorpreschen nur sehr eingeschränkt mit einem Beteiligungsverfahren, wie es ja zum Beispiel das RISE-Programm einfordert, kompatibel ist. So werden auf S. 8 des Konzeptes eine Reihe von „Bürger- und Akteursbeteiligungen“ aufgeführt, die aber nur partiell etwas mit echter Mitbestimmung zu tun haben. So nett wie auch Aktionen wie „Il canto del mondo“ oder „Buchstart Hamburg“ waren, sie hatten eigentlich den uns gewohnten Charakter. Sie sind, wie auch das Konzept zugibt, initiiert worden: Auswärtige Akteure wurden (gegen entsprechende Honorare) beauftragt, uns Steilshooper zu unterhalten. Dass es dabei auch regelrechte Ärgernisse gab, konnte eigentlich nicht ausbleiben. So sind für den Stadtteil weiland für sicher viel Geld die Geräte für die „Bewegungsbaustelle“ angeschafft worden, die aber anscheinend verschwunden, bzw. für Bürgerinnen und Bürger nicht mehr zugänglich sind. Weiterlesen

Wem gehört die Straße?

PollerEigentlich einfach zu beantworten: Natürlich der Öffentlichkeit und damit deren Treuhänder, dem Staat. Damit ist eigentlich auch die Frage nach der Verantwortung für die Sicherheit und Instandhaltung beantwortet.

Das dachte sich auch meine Nachbarin, als sie den Wegewart des Bezirks Wandsbek bat, eine üble Radfahrerfalle am Edwin-Scharff-Ring zu entfernen. Als nach einigen Tagen keine Reaktion kam, wandte sie sich an den Bezirksamtsleiter. Herr Ritzenhoff leitete ihr Schreiben an Herrn Baumgarten, welcher den schönen Titel „Leiter Fachamt Management des öffentlichen Raumes“ führt, weiter, und dieser schrieb auch einen sehr netten und freundlichen Brief an meine Nachbarin zurück. Weiterlesen

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